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IDENTITY  

Kunst sucht Heimat

 

1. - 26.12.2018, Schloss Untergröningen


Ausstellung junger Künstler, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Im Rahmen des Jubiläums zum 30-jährigen Bestehen des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg.

 

Immer im Spätherbst präsentiert der Verein KISS, Kunst im Schloss Untergröningen e.V.  unter dem Motto "AufgeSCHLOSSen" junge Künstler aus Baden-Württemberg. Mit "aufgeSCHLOSSen" setzt KISS klare Impulse zur Unterstützung und Förderung  von Kunst und Künstlern. 

In diesem Jahr wurden junge internationale Künstler ausgewählt, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und nun in Deutschland leben. Der Titel  IDENTITY steht für 86000000 Menschen weltweit, die derzeit auf der Flucht sind.    Die ihr Zuhause, ihr Leben aufgaben für eine ungewisse Zukunft.

IDENTITY lässt das Thema "Krieg - Vertreibung - Flucht " für den Besucher zur unmittelbaren Realität werden. Präsentiert werden auf rund 1.000m² Ausstellungsfläche. Werke ganz unterschiedlicher Genres: Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulpturen, Design, Installationen ergänzt durch Konzeptionelles  wie z.B.  ein  Flüchtlings-Schlauchboot, typische Lager-Zelte bzw. Flucht-/Gefängnis-Situationen, Videos und Sound-Installationen. Die Ausstellung findet statt im Rahmen des 30jährigen Bestehens des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg. 

 

 

 

 „IDENTITY - Kunst sucht Heimat“ 

 

Wie ist das eigentlich mit der Flucht? Was geht der Flucht voran und vor allem:  Was kommt danach? IDENTITY, die Ausstellung  mit Werken von Künstlern, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten und in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, macht sich  gemeinsam mit Kuratorin Heidi Hahn auf die Suche. Das 30-jährige Bestehen des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg ist eine willkommene Gelegenheit dazu. IDENTITY ist vom 1. bis zum 26. Dezember auf Schloss Untergröningen zu sehen und wird präsentiert vom Kunstverein KISS.

 

Die größte Völkerwanderung seit der Antike fand zwischen 1939 und 1951 auf dem Gebiet des Vorkriegsdeutschlands statt.  Mehr als 14 Mio. Deutsche mussten damals ihre Heimat in Ost- und Ostmitteleuropa verlassen.

Derzeit haben  68000000 Menschen weltweit ihr Zuhause, ihr Leben aufgegeben für eine ungewisse Zukunft. Trotzdem ist der Begriff „Flucht“  in unserer Gesellschaft inzwischen längst auch positiv belegt: „Flucht aus dem Alltag“  -  das bedeutet für uns Entspannung, Freizeit.

Doch: Trifft Flucht immer nur die anderen? Was geht der Flucht voran und vor allem:  Was kommt danach? IDENTITY, die Ausstellung mit Werken von Künstlern, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten und in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, macht sich auf die Suche. Der Betrachter trifft auf Bilder, Fotografien, Kollagen und Skulpturen von Künstlern aus den verschiedensten Kulturen. Und er sieht die Spuren des Leids, der Angst, der Verzweiflung.

Allgegenwärtig sind die Orientierungslosigkeit, das Zwischen-den-Welten-Sein und die Suche. Die Suche nach alten und neuen Identitäten, nach alter und neuer Heimat, alter und neuer Kultur, aber vor allem die Suche nach dem Dazwischen, dem Warten auf die Möglichkeit, ein neues Leben beginnen zu können. 

 

Bei IDENTITY durchwandert der Besucher die Flucht in all ihren Facetten: Er marschiert durch die Trümmer eines Luftangriffes, er erahnt die Zustände in Gefängnissen, im UNHCR-Flüchtlingszelt, ja er macht sich gar selbst auf die Flucht zu Wasser und zu Land.

Um die Themen Krieg - Vertreibung - Flucht auf 1.000 qm Ausstellungsfläche für die Besucher zur unmittelbaren Realität werden zu lassen, hat der Kunstverein KISS mit der UNO-Flüchtlingshilfe, Seawatch, Mimycri Berlin, Amnesty International und auch regional mit der LEA Ellwangen und dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg sowie lokal mit em Arbeitskreis Asyl Abtsgmünd zusammengearbeitet.  Die Ausstellung ist eingebunden in das Rahmenprogramm des Jubiläums „30 Jahre Flüchtlingsrat Baden-Württemberg“.

 

Neben bekannten Künstlern wie Faisal Adil Fahar al Salih aus dem Irak oder Chidi Kwubiri aus Nigeria, der bereits das MISEREOR-Hungertuch gestaltet hat, ist auch der syrische Cartoonist Hussam Sarah dabei, der für seine politischen Karikaturen in seiner Heimat und in den Nachbarländern verfolgt wurde. Die Ausstellung zeigt aber auch Positionen von Flüchtlingen, die erst nach ihrer Ankunft in Deutschland begonnen haben, ihre schweren Traumata durch die Kunst zu verarbeiten und die oftmals Erschütterndes preisgeben.

 

Die Künstler von IDENTITY: 

Faisal Adil FAHAR AL-SALIH, Irak

Inhar Khuder Ajam, Irak

Haci Altiner, Türkei

Toulin Balabaki, Syrien

Mehrangiz Jawidnezhad, Iran

Nakisa Jalaei, Iran

Chidi Kwubiri, Nigeria   

Badou Ndong (Zaki), Gambia

Ebrima Seka, Gambia

Ghaliah Saleh Souleiman, Syrien 

Vivian Timothy, Nigeria 

Hussam Sarah, Syrien

Yusupha Tamba, Gambia

Arnisa Arzemi,Kosovo

Agnesa Arezemim Kosovo

 

 

 

Pressekontakt:

 

Stefanie Ossig                      Fon: 07366 8218
Geschäftsstelle KISS            Fax: 07366 8254

Gemeinde Abtsgmünd            

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73453 Abtsgmünd           www.abtsgmuend.de 

 
 
Vernissage am 29.11.2018, 19 Uhr

Geöffnet jeweils sonntags, 11 - 17 Uhr sowie samstags am 1.12 von 16 - 19 Uhr und am 8. und 15.12. 
von 19 - 21 Uhr, außerdem am 26.12. von 11 - 17 Uhr. 
Eintritt: 3 Euro. 
Anmeldung für Gruppen und zu Führungen ( 8 € p.P) unter info@kiss-untergroeningen.de 
oder 07366 8218. 
 
Schloss Untergröningen, 73453 Abtsgmünd-Untergröningen; www.kiss-untergroeningen.de